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Aktion 2: Projektbeispiele


Strukturförderung für Forschungseinrichtungen

Projektträger: Institut für den Donauraum und Mitteleuropa (IDM)
Aktionsbereich: Aktion 2: Maßnahme 1. – Strukturförderung für Forschungseinrichtungen (Think-Tanks)

Kurzbeschreibung:
Das Institut für den Donauraum und Mitteleuropa (IDM) ist ein als Verein organisiertes außeruniversitäres Forschungsinstitut. Neben der Initiierung und Organisation von wissenschaftlichen Projekten werden auch öffentliche Veranstaltungen durchgeführt und Publikationen herausgegeben. Statutengemäß beschäftigt sich das IDM besonders mit der Region des Donauraums und Mitteleuropas. Ziel des IDM ist die Erforschung der politischen, wirtschaftlichen, sozialen, rechtlichen, kulturellen, historischen und ethnischen Probleme, um damit der Förderung der friedlichen Zusammenarbeit der europäischen Völker im Allgemeinen und der Region im Besonderen zu dienen.

Das IDM stößt mit Veranstaltungen und Publikationen, Diskussionen über die europäische Identität an und will diese damit weiterentwickeln. Gerade die Einbeziehung der seit dem 1. Mai 2004 beigetretenen Mitgliedstaaten ist dem IDM ein besonderes Anliegen.

Das Jahr 2009 mit dem Jubiläum "20 Jahre Fall des Eisernen Vorhangs" bot eine hervorragende Gelegenheit, sich mit der europäischen Identität und ihrer Entwicklung auseinanderzusetzen. Ein Blick zurück in die Geschichte sollte zu verstehen helfen, dass wir alle gemeinsam an diesem Europa gebaut haben und wir diesem Europa sein Gesicht geben. Die Sensibilisierung für diese Tatsache ist uns ein Hauptanliegen.

Das Arbeitsprogramm für 2009 näherte sich dieser Thematik auf vielfältige Weise: mit einer Wanderausstellung, die an Schulen in Österreich und Ländern der Regionalen Partnerschaft gezeigt wurde, mit einer Studie über Kooperationen auf Universitätsebene, mit einer Summer School, die sich speziell mit der Transformation nach 1989 auseinandersetzte, mit Publikationen, die zum Teil an Fachkreise zum Teil an die breite Öffentlichkeit gerichtet waren.
Damit sollte auch eine Bewusstseinsbildung in der breiten Öffentlichkeit erreicht werden und die positiven Entwicklungen in den Ost-West-Beziehungen in den letzten 20 Jahren hervorgehoben werden.

Laufzeit:
2009
Fördersumme:
60.000,00 Euro
Web: http://www.idm.at
 

Unterstützung von Initiativen für Organisationen der Zivilgesellschaft auf europäischer Ebene


Projektträger: Interkulturelles Zentrum
Aktionsbereich: Aktion 2: Maßnahme 3. - Unterstützung für Initiativen von Organisationen der Zivilgesellschaft auf europäischer Ebene

Kurzbeschreibung:
Mit einer gemeinsam gestalteten Kampagne zu Zivilgesellschaft und Partizipation junger Menschen verfolgten die Projektpartner das Anliegen, übergreifende europäische Visionen auf ihre jeweiligen lokalen Realitäten anzuwenden, um sie einer breiten Öffentlichkeit zu kommunizieren. Zur erfolgreichen Umsetzung dieses Ziels berufen sich die 23 zivilgesellschaftlich orientierten Organisationen auf das europaweite und seit 2000 bestehende Netzwerk youthNET, das sie durch intensive Zusammenarbeit bereits gefestigt haben. Innerhalb dieser Kooperation unterstützen sich die Partner in der Entwicklung von Jugendpartizipation und aktiver Bürgerschaft. Dementsprechend war auch das Projekt "Glocal Europe - youthNETwork for participation" mehrschichtig gestaltet. Durch gemeinsame Trainings und Weiterbildungen wurden die Qualifikationen und Strukturen der einzelnen Organisationen gestärkt, gleichzeitig wurde so die professionelle Implementierung und Umsetzung der Kampagne gewährleistet.

Im Einzelnen waren folgende Aktionsphasen geplant:
  • Konzeptseminar zur Zielsetzung und Strategiebildung (Wien, Österreich)
  • Recherche-Phase jeder einzelnen Organisation für mögliche Kooperationen vor Ort und zur Themenfindung für eine lokal relevante Kampagne
  • Weiterbildung zu Public Relations und Fundraising (Thessaloniki, Griechenland)
  • Aktive Fundraising-Phase aller Organisationen
  • Weiterbildung zu Marketing und Medienstrategien (Brezice, Slowenien)
  • Koordinierte Durchführung der Kampagne zu Zivilgesellschaft und Partizipation junger Menschen von allen beteiligten Organisationen auf lokaler Ebene
  • Abschluss- und Evaluationsseminar (Innsbruck, Österreich)
Laufzeit: 2009-2010
Fördersumme: 45.734,04 Euro
Web: http://www.iz.or.at (http://www.iz.or.at/)
 

Projektträger: Spes Zukunftsakademie, SPES GmbH
Aktionsbereich: Aktion 2: Maßnahme 3: Unterstützung von Initiativen für Organisationen der Zivilgesellschaft auf europäischer Ebene

Kurzbeschreibung:
In Oberösterreich wurde ein sehr erfolgreiches Projekt "Zeitbank 55+" erabeitet. Dabei leisten sich Menschen, die außerhalb der Erwerbstätigkeit stehen und/oder älter als 55 Jahre sind, eine organisierte Nachbarschaftshilfe. Neben der gegenseitigen Unterstützung bei alltäglichen Angelegenheiten sind auch gemeinsame gesellige Unternehmungen angestrebt, um durch die gemeinsame Freizeitgestaltung einer drohenden Vereinsamung im Alter vorzubeugen bzw. entgegenzuwirken.
Mit Hilfe der Zeitbank 55+ können Menschen länger in ihrer gewöhnlichen Umgebung leben, weil ihnen bei Tätigkeiten geholfen wird, die sie selber nicht mehr leisten können. Geleistete Stunden werden am Zeitbank-Konto gutgeschrieben. Wer keine Leistung mehr selbst erbringen kann, kann sich Stunden zu einem Sozialtarif von € 3,60 kaufen.
Ein bürgerliches Engagement - Hilfe zur Selbsthilfe - Bewusstseinsbildung für die Eigenverantwortung und Selbstorganisation

Folgende Hauptziele werden verfolgt:
  • Gründung eines transnationalen Koordinationsteams zur Koordination des Gesamtprojektes und zum transnationalen Erfahrungsaustausch
  • In den beteiligten Ländern werden regionale Arbeitsgruppen gegründet mit dem Ziel das Zeitbankprojekt zu verbreiten
  • Für alle Mitglieder der Zeitbankvereine bzw. der interessierten Gemeinden gibt es einen transnationalen Erfahrungsaustuasch mit Informationsfahrten zu bestehenden Zeitbank 55+ Vereinen
  • In allen beteiligten Ländern gibt es Informationsveranstaltungen zur Verbreitung des Projekts
  • Erstellung verschiedener Medien/Materialien (Flyer, Homepage, Roll-Ups, Presseartikel)
  • In den interessierten Gemeinden werden jeweils 4 lokale Veranstaltungen durchgeführt, mit dem langfristigen Ziel, Zeitbankvereine zu gründen: Implementierungsbegleitung. Dazu gehören: Präsentation des Projekts, örtliche Bedarfserhebung, Koordination und Kooperation mit örtlichen/regionalen sozialen Dienstleistern, Erstellung von Satzung, Vereinsregeln und deren Anpassung an örtliche Gegebenheiten
  • Gründung von Zeitbankvereinen
  • Die Ergebnisse der Bedarfserhebungen sowie die gesamten Vereinsgründungen mit den jeweiligen ortsspezifischen Anpassungen werden dokumentier und evaluiert
Laufzeit: 2009-2010
Fördersumme: 55.000 Euro
Web: http://www.zeitbank.at (www.zeitbank.at)
 

Projektträger: Institut für Europa im Salzburger Bildungswerk
Aktionsbereich: Aktion 2: Maßnahme 3. - Unterstützung für Initiativen von Organisationen der Zivilgesellschaft auf europäischer Ebene

Kurzbeschreibung:
1989 fiel der Eiserne Vorhang und es endete der Kalte Krieg zwischen Ost und West in Europa. 20 Jahre danach, 2009, hat sich die Zahl der Mitgliedstaaten der Europäischen Union mehr als verdoppelt. Unseren Erachtens nach ist die EU das bedeutenste Friedensprojekt der Geschichte, gehören die europäischen Werte Freiheit, Demokratie, Menschenrechte, kulturelle Vielfalt, Toleranz und Solidarität zu unseren Selbstverständlichkeiten. Und doch sind die Menschen aus den "alten" und "neuen" EU-Staaten noch nicht zusammengewachsen, herrscht Unkenntnis über den jeweils Anderen, ist weiterhin Intoleranz vorzufinden, fehlt Verständnis. Am Beispiel des Zerfalls Jugoslawiens möchten wir auch zeigen, dass Kriege in Europa noch bis vor kurzem unser Europabild mitbeherrscht haben und auch heute noch nicht ausgeschlossen sind.

Ziele des Seminars:
  • Gegenseitiges Kennen- und Verstehen lernen von Sichtweisen aus "alten" und "neuen" EU-Staaten; interkultureller Dialog führ zu verstärkter Solidarität und Beteiligung
  • Aufzeigen von Veränderungen, die sich für Menschen aus "neuen" EU-Staaten nach dem Beitritt ergeben haben, Auswirkungen auf den Alltag, Unterschiede zu "alten" EU-Staaten
  • Annäherung aber auch an "Rest-Europa"; die Zukunft der Länder und Menschen Südosteuropas am Beispiel Bosnien&Herzegowina ohne Krieg
Laufzeit: 11.9.-15.12.2009
Fördersumme: 14.186,34 Euro
Web: www.salzburgerbildungswerk.at


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